Ein Mann wird zwei Tage vor einer Hochzeitsfeier als Gast geladen. Er
hat nichts Passendes anzuziehen und fragt einen Schneider, ob er ihm
so kurzfristig einen Anzug nähen könne. Der verspricht, sich alle Mühe
zu geben, garantieren könne er dafür jedoch nicht. Der Kunde sucht
einen Stoff aus, der Schneider nimmt Maß.
Zwei Tage später beim Schneider: "Haben Sie's geschafft?" - "Ja, probieren Sie ihn mal an."
Das linke Hosenbein ist zu lang, ebenso der rechte Ärmel. Der
Schneider entschuldigt sich, beruft sich auf den kurzen Termin und gibt folgenden Tip:
"Sie halten das Glas grundsätzlich in der rechten Hand. Wenn Sie dabei
den Arm anwinkeln, sieht man den Fehler nicht. Genauso bei den
Beinkleidern: das rechte Bein ist Ihr Standbein, das linke winkeln sie leicht an."
Der Mann akzeptiert und, wieder auf der Straße, fällt ihm ein, dass er
ja schon mal ein wenig üben könnte. Er geht also mit angewinkeltem
rechten Arm und angewinkeltem linken Bein die Straße hinunter.
Da kommen ihm zwei Frauen entgegen.
Die eine: "Guck mal, ist der arme Mann nicht entsetzlich behindert?"
Die andere: "Ja ... aber einen guten Schneider hat er."